Inzwischen habe ich vier so genannte „Schübe“ hinter mir, den letzten Ende August 2006. Das heißt, vier Mal haben so genannte Plaques ein oder mehrere Löcher in mein zentrales Nervensystem gefressen. Noch immer muss ich mir dreimal pro Woche eine Spritze setzen. Und häufig habe ich danach auch heute noch stundenlang schwere Glieder- und Kopfschmerzen. Jeden Tag bete ich, dass es eines Tages ein Medikament gibt, das diese Krankheit heilt.

In den vergangenen Monaten habe ich viel Leid gesehen, viel gelernt und viel nachgedacht. Ich weiß heute, was ich will. Ich möchte den MS-Kranken helfen, denen es viel schlechter geht als mir. Ich glaube, dass das meine Aufgabe ist. Und deshalb gibt es die Nathalie-Todenhöfer-Stiftung.

Deshalb werde ich auch mein Tagbuch ins Internet stellen. Dieses Tagebuch soll anderen MS-Kranken Mut machen. Es soll auch ein bisschen aufklären. Es soll gesunden Menschen erzählen von dieser Krankheit Multiple Sklerose und von den Schmerzen und Ängsten derer, die diese Krankheit haben.

Obwohl unsere Stiftung meinen Namen trägt, geht es nicht um mich. Es geht um jeden, der diese schlimme Krankheit hat. Ich hoffe, wir können Vielen helfen.