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Im Oktober: Woher zieht man Kraft, wenn die Zukunft keine Hoffnung verspricht?

10.2014

Ein chronisch schweres Handicap wie die Multiple Sklerose anzunehmen - egal, ob sich diese körperlich und/ oder psychisch auswirkt - ist oft ein langer Annahmeprozess für Betroffene.

Nach anfänglicher Erwartung, dass Symptome und/oder Einschränkungen wieder besser werden - schwindet die Hoffnung darüber nach kurzer Zeit. Ebenso unberechenbar wie der Verlauf der Krankheit, sind die zahlreichen Symptome, die als Folgeerkrankung der MS auftreten können - diese reichen über Augen, Blase, Fatigue, Schmerzen, Spastiken usw. bis hin zu schweren Lähmungen.

Doch wie geht es weiter mit der Krankheit MS nach Diagnosestellung? Als Betroffener ist an erster Stelle erforderlich sich einzugestehen, dass die MS Diagnose dauerhaft zu einem gehört - hier und heute - und damit eine neue Lebensausrichtung unumgänglich ist.

Die MS-Erkrankung als Teil des Lebens anzunehmen, das hat Andreas "Besi" Beseler geschafft, seit 22 Jahren hat "Besi" Multiple Sklerose.

Radeln für Spenden - Gutes tun, um damit Gutes zu tun:
Das war die Idee des heute 47-jährigen Andreas Beseler.

Mit Start der Aktion 4000 km mit dem Rad alleine durch Kanada fing alles an - es folgte in diesem Jahr die Besi & Friends-Tour von Frankfurt nach Barcelona. Besi und über 60 weitere Menschen "mit und ohne Handicap", nahmen komplett oder Etappenweise mit dem Rad an der Benefiztour von Frankfurt nach Barcelona teil, um Spendengelder für die Nathalie-Todenhöfer-Stiftung zu sammeln - die damit in Not geratene MS-Kranke unterstützt.

Auf der Tour wurde die Gruppe von einem Filmteam begleitet, darin berichtet "Besi" ergreifend über seinen persönlichen Kampf gegen den Rollstuhl und die Multiple Sklerose aber auch um gegenseitiges Kennenlernen mit anderen Menschen "mit und ohne Handicap" - zur Unterstützung und Motivation Betroffener und Menschen mit anderen Handicaps. Tour-Gruppen-Motto: Zusammen "mit und ohne Handicap" können wir Berge versetzen.

Es ist nicht unsere Aufgabe einander näher zu kommen, so wenig wie Sonne und Mond zueinander kommen oder das Meer und das Land. Unser Ziel ist es, einander zu erkennen und einer im anderen das zu sehen und ehren zu lernen, was er ist: Des anderen Gegenstück und Ergänzung.

(Hermann Hesse)

Die große Doku wird im ARD am 19. Oktober um 17:30 Uhr ausgestrahlt - unter dem Titel: "Über den Berg - Mit dem Rennrad zu neuem Lebensmut." Hinweise dazu unter unserer Rubrik "Presse und Medien".

Andreas "Besi" Beseler (MS-Betroffen und Radsportler) beschreibt sein Gefühl am Anfang seiner Erkrankung einmal so: "Ich dachte jetzt bist Du ein Krüppel ohne jegliche Perspektive für die Zukunft." Kurze Zeit später, war "Besi" soweit, zu erkennen, das Leben wird nicht besser, wenn er die Augen vor der Krankheit verschließt.

Doch verstehen können, wie die MS das bisherige gewohnte Leben "Stück um Stück" verändert, der plötzliche Verlust von finanzieller Sicherheit, die Einschränkungen der Lebensqualität, soziale Beziehungen nicht mehr aufrecht halten zu können, gar zu verlieren - Kontrollverlust über das Leben, gleicht dem Gefühl keinen Boden mehr unter den Füssen zu spüren.

Bei allem guten Willen, können das Nicht-Betroffene, Angehörige und Freunde, nicht nachvollziehen, da sie sich nicht in derselben Lage befinden.

Für Außenstehende auf den ersten Blick nicht sichtbar und somit häufig nur schwer nachvollziehbar sind die "unsichtbaren" und vielen verschiedenen MS-Symptome. Diese "unsichtbaren" Symptome sind in den ersten drei Jahren nach Diagnosestellung für rund 67% der Betroffenen Ursache für eine vorzeitige Erwerbsunfähigkeit. Dabei geraten Betroffene oft in finanzielle Not - insbesondere durch längere Krankheitsphasen, Schübe und Symptomen die ein weiteres Arbeitsleben in Frage stellen.

"Ein Leben mit Handicap ist nicht leicht, aber es ist möglich es zu meistern." so Andreas Beseler und über 60 weitere Menschen "mit und ohne Handicap" während der Benefiztour "Besi & Friends 2014" unter dem Motto: Gutes tun, um damit Gutes zu tun - für sich selbst und seine Nächsten.

Am 04. Oktober findet beim Radsportverein Rodgau-Jügesheim die Abschlußfeier des Benefizprojekts "Besi & Friends 2014" mit Schecküberreichung statt. Wir dürfen alle sehr gespannt sein, welche Spendensumme an diesem Abend an die Nathalie-Todenhöfer-Stiftung überreicht wird. Mehr dazu nach der Abschlußfeier hier unter unserer Rubrik Neuigkeiten.

Die nächste Tour ist für 2016 geplant "Von St. Tropez am Baggersee nach St. Tropez am Mittelmeer".

Keine Jahreszeit ist so farbenfroh wie der Herbst oder Indian Summer. Wir können uns am intensiven Gelb, Rot, Orange und Gold des Herbstlaubes kaum satt sehen. Aus diesem Grund ist der Herbst eine ganz besondere Zeit im Jahr. Bei einem Spaziergang im Wald können Sie vielleicht kleine Blätterhaufen entdecken. Vielleicht steckt gerade ein Igel darunter? Im Herbst bereitet er sich nämlich auf seinen langen Winterschlaf vor und sucht nach einem gemütlichen Unterschlupf.

Freuen wir uns über diesen vielseitigen bunten Herbst - auch wenn die Tage dabei kürzer werden.

Ihre "Bella"

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