Diagnose MS

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Im Juli: Diagnose MS

07.2015

Viele Menschen glauben über die Autoimmunerkrankung "Multiple Sklerose" (MS) etwas zu wissen, wobei glauben nichts anderes heißt als "nichts wissen".

Die weitläufig verbreitete Meinung: "MS ist eine tödliche Krankheit", "MS steht für Muskelschwund" oder "Betroffene sitzen immer im Rollstuhl". Wer das glaubt, unterliegt einem Irrtum. Die Diagnose der Multiplen Sklerose (MS), erfordert als Folge der Erkrankung, in allen elementaren Lebensbereichen Reformierungen vornehmen zu müssen. Je nach Krankheitsverlauf stellen sich unterschiedliche Krankheitssymptome ein, die das Leben individuell beeinträchtigen können. Um von den möglichen Symptomen einige zu nennen: Ataxie und Tremor, Fatigue (körperliche und oder kognitiv), Kognitive Störungen, Schmerzen & Spastik, Schlafstörungen, Sehstörungen, Blasenstörungen, Depressionen.

Die Absicht heutiger Therapien, Medikamente und innovativer Diagnostik zur Behandlung von Multipler Sklerose (MS) zielt darauf ab: den individuellen Krankheitsverlauf zu verlangsamen, die funktionellen Fähigkeiten so lange wie möglich zu erhalten, zu stabilisieren und zu verbessern. Eine Heilung der Multiplen Sklerose (MS) ist bis heute - unrealistisch.

Die MS-Erkrankung bleibt unvorhersehbar, so wie auch das Auftreten und die Vielfältigkeit ihrer Symptomatiken. Kein Krankheitsverlauf gleicht dem anderen und erfordert deshalb eine personenbezogene Behandlung. Das ungewöhnliche an der Multiplen Sklerose, zeigt sich im breiten Spektrum der Symptome. Dabei stellt die über Jahre angelegte Therapie für Betroffene, eine außerordentliche Belastung dar. Zu unterscheiden sind in der MS Behandlung drei therapeutische Bereiche: die Schubtherapie, die immunmodulierende Langzeittherapie und die Behandlung der symptomatischen Beschwerden. Völlig identisch ist das Ziel aller drei Therapie Bereiche, nämlich - ein möglichst langes unabhängiges und schmerzfreies Lebenz zu ermöglichen.

Ein Muss für jeden Betroffenen - die fachärztliche Aufklärung. Oft bleibt beim Arzttermin zu wenig Zeit für das Gespräch. Damit Sie dennoch umfangreich informiert werden können, notieren Sie bitte vor dem Gespräch Ihre wichtigsten Fragen. Denken Sie daran, dass Ärzte nach Medikamenten, vorangegangenen und aktuellen Beschwerden und Erkrankungen in der Familie fragen. Es folgen eine schriftliche Anamnese und eine vollständige Untersuchung. Bringen Sie dazu eine Aufstellung ihrer derzeitigen Medikamenten und die vorhandenen MRT-Aufnahmen zum Arzt Termin mit.

Ein guter Arzt wird Ihnen nachvollziehbar begründen, warum er eine bestimmte Therapie für Sie als die Beste hält – und wird nicht verstimmt sein, wenn Sie um Bedenkzeit bitten oder sich dagegen entscheiden. Ein Arzt versteht auch wenn Sie noch die Meinung eines weiteren Experten einholen möchten.

Im Netz besteht ein großes Angebot von Ärzte-Suchmaschinen – leider sind diese nicht immer neutral. Tipp: Die Weisse Liste, sie ist leicht verständlich und werbe- und kostenfrei. Mehr dazu unter: Weisse Liste.

Alles, was geschieht und uns zustößt, hat seinen Sinn, doch es ist oft schwierig, ihn zu erkennen. Auch im Buch des Lebens hat jedes Blatt zwei Seiten: die eine schreiben wir Menschen selber mit unserem Planen, Wünschen, Hoffen, aber die andere füllt die Vorsehung, und was sie anordnet, ist selten so unser Ziel gewesen.

(Eljâs ebn-e Jussef Nizâmî 1140/41-1209, persischer Epiker)

Unser Dasein, unterliegt einem ständigen Wechsel von Lachen und Weinen, Aufstehen und fallen, Abwehren und zulassen. Jeder von uns erlebt in seinem Leben beide Seiten – die dunkle wie die helle. Ob wir nun mit oder ohne Handicap leben - Alles hat seinen Sinn, nichts ist verloren. Ohne die Zuversicht gibt es keinen Aufbruch ins Ungewisse – und ohne die Hoffnung wäre so manche Entdeckung nie gemacht worden.

Ihre "Bella"

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