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Im Oktober: Magnesium

10.2016

Ohne Magnesium geht im menschlichen Körper nichts.

Insgesamt ist das Mineral an etwa 300 verschiedenen Stoffwechselprodukten beteiligt und das Mineral, das quantitativ am zweithäufigsten im menschlichen Körper vorkommt. Etwa 60% des Magnesiums im Körper ist in den Knochen/Skelettmuskulatur gebunden. Da der Körper es selbst nicht herstellen kann, ist er auf täglichen Nachschub über die Nahrung angewiesen. Die ausreichende Versorgung mit wichtigen Mineralstoffen ist nicht nur für MS-Betroffene sondern für alle Menschen wichtig!

Ein erstes typisches Anzeichen für ein Magnesium Defizit können Muskel- und Wadenkrämpfe sein. Oder meldet sich - in einem Heißhunger auf Schokolade – nicht, weil unser Körper Schokolade will, sondern weil er Magnesium braucht. Diesem Heißhunger nachzugeben wäre kontraproduktiv, da gewöhnliche Milchschokolade wenig Kakao, dafür aber sehr viel Zucker und reichlich Milchpulver enthält. Die kakaoreiche Alternative wäre Bitterschokolade. Wählen Sie vorzugsweise eine Schokolade mit mindestens 70 Prozent Kakaoanteil. Kakao ist ein sehr magnesiumreiches Lebensmittel. Sein Magnesiumgehalt ist ähnlich hoch wie der der Kürbiskerne. Kakao liefert überdies viele Spurenelemente und ist gleichzeitig eine wertvolle Antioxidantien-Quelle.

Kürbiskerne gelten als eines der magnesiumreichsten Lebensmittel und sind wie Kakao in der Lage einen Magnesiummangel vorzubeugen. Darüber hinaus liefern diese fast so viel Magnesium wie Sonnenblumenkerne, nämlich 400 mg pro 100 Gramm. Kürbiskerne enthalten eine enorme Eisenmenge (über 12 mg) - ein Wert, den so schnell kein anderes Lebensmittel erreicht. Auch Spurenelemente wie Kupfer und Zink sowie die B-Vitamine finden sich in Kürbiskernen in beachtlicher Menge. Sie sollten einen festen Platz in unserer Ernährung bekommen und werden gerne aus der Hand geknabbert oder als Salat-Topping eingesetzt.

Auf der Homepage der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) kann die Empfehlung für Referenzwerte Magnesium nachgelesen werden. Die DGE empfiehlt Männern im Alter von 25 bis 50 Jahren eine tägliche Dosis von 350 Milligramm. Bei Frauen in diesem Lebensabschnitt sollten es 300 Milligramm sein. Diese Menge ist beispielsweise in etwa 60 Gramm Weizenkleie, in 70g Gramm Sonnenblumenkerne oder in derselben Menge reinem Kakaopulver enthalten.

Chronisch Kranke, ältere Menschen, Schwangere und Stillende, haben manchmal Schwierigkeiten, die Empfehlung der DGE zu erreichen. Wer glaubt, seinen Bedarf langfristig nicht über die Ernährung abdecken zu können oder ein Verdacht auf einen Mangel besteht, sollte seine Blutwerte ggfs. überprüfen und sich über mögliche Nahrungsergänzungsmittel von seinem Hausarzt beraten lassen.
Hinweis: Bluttests täuschen häufig Normalwerte vor. Denn der Körper gleicht anfangs den Mangel an frei verfügbarem Magnesium dadurch aus, dass er das Mineral den Depots in Knochen, Muskeln und Gewebe entzieht. Erst wenn die Vorräte zur Neige gehen, sinkt der Magnesiumgehalt im Blut. In einem ausführlichen Patientengespräch kann Ihr Hausarzt bei unauffälligen Blutwerten erste Hinweise für einen Magnesiummangel sammeln. Wichtig für eine Diagnose sind Angaben zu Ernährungsgewohnheiten, aktuelle Beschwerden und Erkrankungen sowie Medikamenteneinnahmen.

Herbst – für die meisten die Jahreszeit, in der das Gefühl von Abschied mitschwingt. Wieder ist ein Sommer vorüber und die dunkle Zeit steht bevor. Aber das ist natürlich nur eine Seite der Natur. Die andere erzählt von Verwandlung, von Erneuerung und von Vorfreude. Ein Herbst mit goldenen Eindrücken wünscht Ihnen.

Ihre "Bella"

Diese Kolumne dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.
Nehmen Sie Nahrungsergänzungsmittel bitte immer nur nach Absprache mit einem Arzt oder Apotheker ein.

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