Die Anamnese

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Im November: Die Anamnese

11.2016

Das Wort "Anamnese" stammt aus dem Griechischen und steht für die Erinnerung. Der Zweck der ärztlichen Anamnese ist: das Erinnern an alle wesentlichen Informationen aus dem bisherigen Patientenleben.

Die Anamnese beinhaltet nicht nur die aktuellen Beschwerden, sondern sämtliche Bereiche des aktuellen und vergangenen Lebens, die mit der Gesundheit zu tun haben und sich auf jetzige Beschwerden auswirken können: Welche Krankheiten gab es in der Vergangenheit? Wie oft ist der Patient schon operiert worden? Angaben zu aktuellen Medikationen und Hinweise zu Unverträglichkeiten oder Allergien. Sowie aktuelle Röntgen oder MRT-Aufnahmen und schriftliche Befunde.

Warum sollte jeder Patient sich ausreichend über seine Erkrankung informieren? Eine Krankheit ist wie ein neuer Partner, mit dem man sein zukünftiges Leben nach der Diagnose verbringen muss. Mit dem Unterschied, von einem Partner kann man sich trennen, die chronische Erkrankung aber bleibt ein Leben lang.

Die amerikanische Autorin Susan Sontag schrieb einmal: "Krankheit ist die Nachtseite des Lebens, eine eher lästige Staatsbürgerschaft. Jeder, der geboren wird, besitzt zwei Staatsbürgerschaften, eine im Reich der Gesunden und eine im Reich der Kranken. Und wenn wir alle es auch vorziehen, nur den guten Ruf zu benutzen, früher oder später ist doch jeder von uns gezwungen, wenigstens für eine Weile, sich als Bürger jenes anderen Ortes auszuweisen".

Jeder Patient muss sich mit seiner Krankheit auseinandersetzen. Denn nur ein informierter Patient ist auch in der Lage, seine Krankheit und die damit verbundenen Ängste zu managen.

Die Anamnese dokumentieren bedeutet: Informationen zu sammeln, zu ordnen, aufzubewahren und wiederzufinden.

Für den Patienten heißt das; alle notwendigen Daten der Anamnese ausführlich und kontinuierlich zu sammeln und diese so aufzubereiten, dass gestellte Fragen bei einem Arzttermin möglichst rasch und vollständig beantwortet werden können. Zur Anamnese gehört außerdem: die Dokumentation mit der Verdachtsdiagnose, damit auch bei einem Arztwechsel ersichtlich bleibt, warum sich der behandelnde Arzt für das gewählte Vorgehen hinsichtlich Untersuchungen und Therapie entschieden hat.

App-Tipp: Hilfreicher Helfer bei der Arztsuche und wie Patienten den richtigen Mediziner in ihrer Nähe finden. Auskunft gibt eine kostenfreie App der Kassenärztlichen Vereinigung "Bundesarztsuche" für iOS und Android unter: kbv Bundesarztsuche App

Der Nutzer gibt seinen Standort ein und die App listet im Umkreis von einem Kilometer bis bundesweit Haus- und Fachärzte auf.

Alles hat seine Zeit: Winter und Sommer, Herbst und Frühling, Jugend und Alter, Wirken und Ruhen.

(Johann Gottfried Herder, 1744-1803, deutscher Dichter, Schriftsteller und Theologe)

Eine glückliche Vorweihnachtszeit wünscht Ihnen schon jetzt.

Ihre "Bella"

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