Leben mit MS

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Im Mai: Glück und Dankbarkeit

05.2020

Das Coronavirus bestimmt und schränkt unser Leben seit nunmehr vielen Wochen ein. Weltweit ist ein „normales Leben“ zum Erliegen gekommen.

Wir hoffen alle, irgendwann in unseren normalen Alltag zurückkehren zu können. Trotz aller Entbehrungen dürfen wir Dankbar sein, dass wir bis heute relativ gut durch die Krise gekommen sind. Von Francis Bacon (1561-1626) engl. Staatsmann und Philosoph stammt das Zitat: „Nicht die Glücklichen, sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“ Gemeint ist damit unsere Fähigkeit, dankbar zu sein. Nur wie gelingt uns dass, wenn Krankheit, Benachteiligung oder Einschränkung das Leben bestimmen und oder gar das Glück zu fehlen scheint.

Die meisten Menschen finden sich nach persönlichen Vorfällen und Krisen, schnell wieder in ihrem persönlich gewohnten Modus oder auch „Glückspegel“. Damit relativieren sich Gefühlslagen wie: Euphorie häufig genauso schnell wieder, wie Enttäuschung oder Trauer. Ist der individuelle Glückspegel demnach unveränderlich? Oder lässt er sich durch unser Verhalten und unserer Sichtweise beeinflussen? Bestimmt wird der „Glückspegel“ dabei von der eigenen Einschätzung und Bewertung von Tatsachen. In „Das 10 Dollar Experiment“ konnte diese Einschätzung unterstrichen werden. Mit einer fingierten Begründung einer Wohltätigkeitsorganisation wurden in einem amerikanischen Einkaufszentrum Passanten zufällig ausgewählt und mit einem 10 Dollar Schein beschenkt. Die Passanten konnten mit dem 10 Dollar Schein tun, was sie wollten, sie mussten sich lediglich am Abend zu einem kurzen Interview am Telefon bereiterklären. Diejenigen, die aus freien Stücken ihre 10 Dollar im Laufe des Tages an Bedürftige weiterverschenkt hatten, gaben am Abend eine positivere Gefühlslage an, als diese, die ihre 10 Dollar nachhause getragen oder sich dafür irgendein Geschenk gekauft hatten. Offensichtlich wirkt sich ein Hilfsmotiv positiv auf unser prosoziales Verhalten (Hilfeverhalten) wie unser Gefühlsleben, unsere Zufriedenheit und unseren Glückspegel aus.
Mit prosozialem Verhalten ist gemeint: helfen, trösten, vor etwas bewahren, mit anderen teilen oder auch, sich für jemanden einsetzen. Ein weiteres Beispiel für prosoziales Verhalten: Menschen verlieren durch eine plötzliche Klimakatastrophe ihr Hab und Gut. Nicht Betroffene spenden Geld oder Sachgüter. Die Spender reagieren auf das Hilfsbedürfnis des Gegenübers und verfolgen das Ziel zu helfen und verhalten sich „prosozial“.

Im Sinne von Francis Bacon und getreu dem Motto: Man hat immer Wahlmöglichkeiten und wenn es nur die Wahl der eigenen Einstellung ist. Tun Sie etwas für Ihren „Glückspegel“.
Und bedenken Sie, Zufriedensein bedeutet nicht, alles zu haben und tun zu dürfen, sondern das Beste aus allem zu machen! Auch in Zeiten wie diesen.

Alles Gute und viel Freude beim Lesen,

Ihre „Bella“

Nathalie Todenhöfer Stiftung

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