Adventszeit

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Im Dezember: Adventszeit

12.2020

Die Adventszeit ist - für viele - ruhiger als gewöhnlich.

Gerade weil Weihnachten und die Vorweihnachtszeit in diesem Jahr so anders ist, möchte ich mit einem Zitat von Christian Morgenstern beginnen:

„Wir brauchen nicht so fortzuleben, wie wir gestern gelebt haben. Macht euch nur von dieser Anschauung los, und tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein.“

Der „Lockdown Light“ im November,  brachte große soziale Verschärfungen mit sich: Abstand halten und soziale Kontakte auf ein Minimum reduzieren – das bleibt auch in der Adventszeit weiter Alltag. Ganz gleich wie Sie Ihr Weihnachtsfest verbringen, für jeden von uns werden es besondere Tage - mit dem einen oder anderen „Schlüsselmoment“! Die diesjährige Geschichte, handelt von diesem einen Schlüsselmoment. 

„Der Schlüsselmoment“ (o.V.)

Zu meinem türkischen Friseur, Herrn Murat, gehe ich schon seit ewigen Zeiten. Herr Murat und ich wissen genug voneinander, um jederzeit in einen kleinen Austausch treten zu können. Wir reden über seine Kinder, über meine Kinder, über seine Heimat an der Schwarzmeerküste und über meine Heimat in einer norddeutschen Gegend – aber wir müssen auch nicht reden.

Er bittet mich mit einer einladenden Handbewegung auf seinen Sessel und legt los. Oft schließe ich die Augen und lasse die Gedanken laufen. Herr Murat ist dann ganz leise, ab und zu tritt er zurück und betrachtet sein Werk. Die Pausen stören mich nicht, ich kenne das ja und denke einfach weiter.

Neulich kam mir die Pause einen Tick zu lange vor. Ich öffnete die Augen, mir ging gerade so viel durch den Kopf. Die Last des Lebens hatte sich auf meine Seele gelegt. Ich machte mir Sorgen, die man nicht einfach so erzählt – Sorgen die man hinter Stirn und Augenlidern verborgen halten kann – wie ich glaubte.

Herr Murat stand an den Spiegel gelehnt und schaute mich an, freundlich, fast ein wenig liebevoll. Er muss es an meinem Gesicht abgelesen haben, dass ich Zuspruch brauchte und er gab ihn mir. Durch seine Achtsamkeit für meine Gefühle. „Keine Sorge!“ sagte er „Alles wird gut.“ Er tätschelte meine Schulter, ich fühlte mich verstanden. Es war ein Schlüsselmoment für mich und ich wusste, dass es Menschen gibt, die mich verstehen.

Ich wünsche Ihnen eine friedliche Advents- und Weihnachtszeit. Bleiben Sie zuversichtlich und vor allen Dingen gesund!

Ihre „Bella“

Nathalie Todenhöfer Stiftung

  • Pienzenauerstraße 27
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