Frühlingsküche

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Im Mai: Heilpflanze Löwenzahn

05.2022

Der Löwenzahn (Taraxacum officinale) wird im Volksmund auch Butterblume, Kuhblume oder Pusteblume genannt.

Beheimatet war der Löwenzahn ursprünglich in Vorderasien und Europa. Mittlerweile hat er sich als Pionierpflanze in Mitteleuropa weit ausgebreitet und ist äußerst anpassungsfähig, wie genügsam und daher an allen möglichen Stellen zu finden.

Der Löwenzahn blüht in seinem prächtigem sonnengelb bereits ab April und zählt zu den wichtigsten Heilpflanzen. Die Blüte, die wir wahrnehmen, ist eigentlich eine Scheinblüte. Sie besteht aus vielen einzelnen Zungenblüten, die zusammengesetzt wie eine einzige große Blüte wirken und sich übrigens nur bei Sonnenschein öffnen.

Was wenige Wissen - Dank seines Wirkstoffreichtums - ist der Löwenzahn vielen unserer kultivierten Gemüsesorten weit überlegen. So enthalten Löwenzahnblätter achtmal so viel Vitamin C wie der beliebte Kopfsalat sowie ein Vielfaches an Mineralstoffen und Spurenelementen – gute Gründe die gesunde Pflanze in den Speiseplan einzubauen. Löwenzahn enthält u.a. Vitamin C, Vitamin-A-Vorstufen (Provitamin A) sowie Vitamin K. Zudem liefert er Mineralstoffe wie z.B. Kalium, Magnesium und Phosphor. Die Löwenzahnwurzel enthält den Ballaststoff Inulin – somit können alle Teile des Löwenzahns verwendet werden. Am besten testen Sie es einmal aus mit selbst gemachtem Löwenzahnhonig.

Löwenzahnhonig Rezept:
Man benötigt dafür einen Messbecher (etwa 250g) Löwenzahnblüten, 1 Liter Wasser, 1 Kilo Zucker und den Saft einer Zitrone. Für einen malzigeren Geschmack kann der Zucker zur Hälfte durch Rohrohrzucker ersetzt werden.
Zubereitung: Blüten über Nacht im Wasser ziehen lassen, am nächsten Tag aufkochen und abseihen. Die restlichen Zutaten zugeben und unter Rühren weiterköcheln lassen, bis etwa die Hälfte des Wassers verdunstet ist. Möchte man ihn als Brotaufstrich genießen, wird er solange weitergeköchelt, bis ein dicklicher Sirup entstanden ist. Danach in sterilisierte (heiß ausgespülte) Schraubgläser füllen, verschließen und dunkel lagern. Der Löwenzahnhonig ist im Grunde ein Blütensirup mit der Konsistenz von Honig und nicht nur für Veganer eine leckere Alternative zum Bienenhonig.

Hinweis zum Sammeln von Löwenzahnblüten: Bevor man die Blüten in der Küche verwendet, sollte man sie ausschütteln und im Freien einige Minuten auf einem hellen Tuch ausbreiten. So können kleine Insekten, die eventuell noch in der Blüte sitzen - flüchten.

Bitte den Löwenzahn niemals am Straßenrand oder auf gedüngten Feldern sammeln. Grundsätzlich sollten keine Kräuter gesammelt werden, die man nicht genau kennt, da viele Kräuter giftige Doppelgänger haben.

Hinweis: Dieser Inhalt dient nur der Information.

Hoffnung ist wie Löwenzahn: Sie kann überall wachsen, auch wenn die Lücke noch so klein ist. In diesem Sinne - alles Gute!

Ihre „Bella“

 

Quelle: www.nabu.de

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