MS-Forschung 3.26

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Im März: Ewigkeitschemikalien PFAS können MS-Risiko erhöhen

03.2026

Menschen haben sie gemacht - und werden sie kaum wieder los: PFAS gelten als tickende Zeitbombe, da sie sich in der Umwelt nicht abbauen.

Neue Forschungsergebnisse aus Schweden zeigen, das Menschen, die sowohl PFAS als auch PCB ausgesetzt waren, ein erhöhtes Risiko haben, an Multipler Sklerose (MS) zu erkranken. Multiple Sklerose (MS) ist eine Autoimmunerkrankung, bei der genetische wie auch Umweltfaktoren zum Erkrankungsrisiko beitragen können. Wissenschaftler an der Universität Uppsala, forschen umfassend zum Einfluss chemischer Umweltbelastungen und der Entstehung von MS. 

PFAS und PCB - Sammelbezeichnungen für verschiedene Untergruppen von Umweltgiften
Die Forscher prüften im ersten Schritt das Vorkommen von 14 verschiedenen PFAS-Schadstoffen sowie von drei verschiedenen Substanzen, die beim Abbau von PCBs im Körper entstehen - sogenannten hydroxylierten PCB-Metaboliten. Für jede Substanz wurde der Zusammenhang zwischen der Konzentration und dem Risiko einer MS-Diagnose untersucht. Das Untersuchungsergebnis zeigte auf, dass mehrere einzelne Substanzen, wie beispielsweise PFOS und zwei hydroxylierte PCBs, mit einem erhöhten Risiko für MS in Verbindung stehen. Menschen mit den höchsten Konzentrationen an PFOS und PCBs hatten ein etwa doppelt so hohes Risiko, an MS zu erkranken, verglichen mit Menschen mit den niedrigsten Konzentrationen.
 
Blutproben von 1.800 Personen
Die Studie umfasste 900 Personen, bei denen kürzlich Multiple Sklerose (MS) diagnostiziert worden war. Diese wurden mit einer Kontrollgruppe verglichen, die aus der gleichen Anzahl von Personen ohne MS bestand. Die MS-Patienten und die Kontrollpersonen stammten aus der EIMS-Kohorte, einer landesweiten Sammlung von Proben und Daten, die die Ursachen von MS erforscht. Die Forscher prüften die Konzentrationen von Umweltgiften im Blut und untersuchten anhand statistischer Methoden den Zusammenhang zwischen diesen Konzentrationen und dem Risiko einer MS-Diagnose.
EIMS (Epidemiologische Untersuchung von Risikofaktoren für Multiple Sklerose) ist eine nationale Studie, die die Gründe für die Entstehung von Multipler Sklerose (MS) erforscht und die bisher größte Studie in Schweden, die sowohl Umwelt- als auch genetische Faktoren untersucht, die die Entwicklung und das Fortschreiten von MS beeinflussen.
 

Genetik und Umwelt
Am Ende untersuchten die Forscher den Zusammenhang zwischen Vererbung, Chemikalienbelastung und dem Risiko, an Multipler Sklerose (MS) zu erkranken. Personen mit einer bestimmten Genvariante haben ein geringeres MS-Risiko. Bei den Studienteilnehmern mit dieser Genvariante wurde jedoch unerwarteterweise ein erhöhtes MS-Risiko bei höherer PFOS-Belastung beobachtet.

Die Zeit drängt

Die Jahrhundert-Gifte PFAS gelten aufgrund ihrer Langlebigkeit als eines der brisantesten Umwelt- und Gesundheitsaufgaben der Gegenwart. Sie haben sich über den gesamten Globus verbreitet und sind in der Luft, im Boden, im Wasser, in Tieren und im menschlichen Körper nachweisbar - selbst an den entlegensten Orten der Erde wie der Antarktis. PFAS können durch eine Anreicherung im Körper beim Menschen: Krebs erzeugen, das Immunsystem schwächen, endokrine Störungen verursachen, die Leber schädigen und das MS-Risiko erhöhen. Auf PFAS komplett verzichten kann die Industrie aktuell nicht - bleibt zu wünschen, dass es rasch gelingt, PFAS-Alternativen zu entwickeln und Emissionen zu begrenzen und zu reduzieren. 

Die Tage im März werden heller und die Sonne zeigt sich öfter - Zeit für kleine Glücksmomente...
 
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Ihre „Bella“

 

Quelle: Institut für Medizinische Wissenschaften der Universität Uppsala, SE

 

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